Nun weiß ich auch warum
keiner in Zentral-Spanien Urlaub macht-
einfach zu öde.
Selbst der Versuch die Gegend nach Madrid touristisch zu
erschließen, wird wohl am Klima und der fehlenden Infrastruktur scheitern.
Anlässlich des vierhundertsten Jahrestag der Veröffentlichung des ersten Teils des Don Quijote de la Mancha, wurden “ 10 Ruten de Don Quijote“ touristisch aufgelegt, von der wir eine abgefahren sind. Diese Routen sollen mal genauso bedeutend sein, wie der tausendjährige Jakobsweg oder die Silberstraße sein. Mal sehen…
Egal - wir rollen der
Stadt Consuegra entgegen und besichtigen die Windmühlen der La Mancha und
selbstverständlich auch die Burg.
Weiter geht die Route nach Allmango zum Plaza de Mayor, mit seinem historischen
Ensemble.
Auf den Weg in den Süden
fallen uns überall die übergroßen Stiere auf, das Wahrzeichens Spaniens.
Ich frage mich, was soll ein Tourist in Deutschland sich eigentlich auf sein Auto kleben ??
Die
Schweden haben ihren Elch, die Franzosen ihren Hahn und wir … eigentlich nichts,
oder?
Wir begeben uns nun weiter Richtung Süden und folgen der Route des
Kalifats. Erster Stopp ist Córdoba wo wir die Ruinenstadt Madinat al – Zahra
besuchen.
Der Eintritt ist für EU-Bürger kostenlos, Der mächtige Kalif Abd
al-Rahman III baute diese Königstadt um 936 – 940. Hier wird man in ein Märchen
von tausendundeiner Nacht versetzt.
Am Nachmittag dieseln wir weiter nach
Sevilla und erreichen den Stellplatz bei 40 Grad Hitze. Der Stellplatz liegt am Hafen im verlassenen
Industriegebiet und ist nicht besonders charmant, dafür aber 24 Stunden bewacht
und das ist bei der hohen Kriminalität sehr viel wert, wollen wir doch die
Reise mit unserem Hab und Gut fortsetzten!
Sevilla die andalusische
Metropole bietet dem Besucher unendlich viele Sehenswürdigkeiten, so dass wir
damit zehn Seiten des Blogs füllen könnten. Wir fahren mal wieder Hop on – Hop
off Busrundfahrt, um uns einen Überblick zu verschaffen. Hier sehen wir die
Catedral de Santa Maria de la Sede,
Macarena, Torre del Oro und nicht zu vergessen die Plaza de Espana.
Diese ist wirklich absolut sehenswert! Auch die Pavillons von der
Weltausstellung von 1929 sind schön anzusehen. Die der Expo von 1992 fristen
dagegen ein jämmerliches Dasein.
Aber egal, in der Stadt
herrscht Prunk an jeder Ecke und wir finden Gefallen an Sevilla.
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