Donnerstag, 24. September 2015

Rückreise nach Frankreich

Von Barcelona zum La Talarn Stausee
Nun geht es langsam zurück Richtung Heimat, allerdings wollen wir über die Pyrenäen fahren.
Es geht von Barcelona nach Balaguer.  
Balaguer
Hier finden wir eine arkadengesäumte Altstadt. Die Stadt liegt am „Riu Serge“ , wo wir auch parken.  Wir treffen auf die Placa del Mercadal, von der aus die schmalen , malerischen Gässchen der Altstadt verschwinden.
Besonders häufig gibt es hier Schuhgeschäfte, jedoch ist gerade Siesta, also keine Chance! Oben auf dem Burgberg hat man einen schönen Ausblick.   

Blick vom Burgberg












Weiter geht die Fahrt Richtung Berge und zum Dörfchen  Corca. 
Es scheint, als seien wir am hier am Ende der Welt. Um einen Felsklotz gruppieren sich ein paar Häuser und das Ortsschild ist handgemalt.


Corca

  Weiter dieseln wir in die Pyrenäen hinein, an Stauseen und Schluchten vorbei. Wir halten auf einem Parkplatz. Hier beginnt die  Congost deTerra , der Engpass der Serra. Von hier kann man das Felsentor bestaunen und an einer eigenwilligen Brunnenkonstruktion Wasser fassen. Drei Edelstahlrohre sind zu einer spitzen Pyramide zusammen geschweißt.
Brunnen mit Felsentor







am Panta de Talarn














Für die Nacht suchen wir uns ein schönes und einsames Plätzchen am Panta de Talarn. Wir verbringen hier eine total stille Nacht .
 Allerderdings fällt das Thermometer über Nacht auf 6 Grad.




Am nächsten Morgen tuckern wir weiter zum Pass de la Bonaigua auf 2072m und nach Baquera.  Hier oben gibt es nicht nur jede Menge Pferde, mit Glück kann man Geier beobachten.



unter Geier´n














 
Wir turnen hinab nach Baquera und weiter durch das einst einsame Aran-Tal. Erst 1924 wurde die Straße über den Pass gebaut. In Vielha kommt uns die aranesische Sprache“ spanisch“  vor, nur Franzosen können hier mithalten.  Für uns ist Vielha die letzte Einkaufsstation und wir decken uns noch einmal mit Wein und Tortillas ein bevor wir Richtung „ Franca“ treiben .   


Samstag, 19. September 2015

Barcelona



Barcelona

Allein die Anreise über die Nationalstraße 340 ist schon ein Erlebnis.  Die Straße schlängelt sich an der Küste quasi im Berg entlang und ist für große LKWs gesperrt. 
Der Fahrer kann sich leider nicht so sehr an dem tollen Ausblick erfreuen, da er doch hochkonzentriert auf die Straße blicken muss.
das ist mal nee Straße

Wir haben uns ein Plätzchen direkt am Wasser ausgesucht und bleiben 4 Tage auf dem Campingplatz, denn Barcelona ist nicht an einem Tag zu schaffen.

Barcelona gilt als die heimliche Hauptstadt Spaniens, und mit Recht. 1992 hat die Stadt international auf sich aufmerksam gemacht, mit den bis dahin spektakulärsten Olympischen Spielen.







Große Architekten reichen sich in Barcelona die Hand: Richardt Meier , Jean Nouvel, der das neue Wahrzeichen „die Zigarre“ mit bunt schimmernden Markissen und Lichtern erbaut hat.  Nicht zu vergessen Antoni Gaudi, der Architekt der Sühnekirche Sagrada Familia , um nur einige zu nennen. Wer sich für Architektur interessiert muss nach Barcelona reisen.
Barcelona von oben













Placa de Catalunya
Ausgangspunkt unser Rundfahrt und Rundgang ist der  großzügig umgestaltete Placa de Catalunya , hier hält auch unser Bus.
Wir können und wollen hier nicht alle Sehenswürdigkeiten aufzählen, nur eins ist klar: Barcelona sollte man gesehen haben, egal ob es die Altstadt oder der 1992 umgestaltete Hafen ist. 





Am Ende des Tages trinken wir noch im bekannten Cafe Zürich Kaffee und beobachten das Treiben der internationalen Gäste. 


Das neue Wahrzeichen

der goldene Fisch im Hafen

Plaza Espanya

Wer noch ein wenig  Kraft hat kann auch durch die Bummelmeile „La Rambla“ schlendern, um dann in den Gassen des Barri Gotic, der Altstadt , die Kathedrale zu suchen.  Für die maritimen Leser, sie sollten in der ersten Seitenkappelle rechts den „Christus von Lepanto“ besichtigen. Man glaubt Ruß- und Pulvergestank zu spüren, denn das Kruzifix diente als Galionsfigur bei der Seeschlacht von Lepanto (1571) gegen die Türken. 

Oder wer möchte macht eine beschauliche Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Castell de Montjuic, wenn man einen Platz erstanden hat (lange anstehen), der hat auch eine tollen Blick über Barcelona.
Wir werden noch zwei Tage am Strand verbringen und uns dann Richtung Frankreich und Richtung Heimat bewegen.

Donnerstag, 17. September 2015

Ebrodelta und Riumar



Bei Sabine und Klaus in Riumar
Domizil von Sabine und Klaus

Wir fahren zum Delta de l`Ebre, dem  kilometerbreiten Schwemmlandfächer, den der Ebro, der wasserreichste Fluss Spaniens, mit seiner Schlammfracht im Laufe der Jahrhunderte ins Meer vorgeschoben hat.  Früher,  als es noch keine Staudämme gab, war die Sedimentlast des Flusses noch größer, wuchs das Delta noch schneller.
Es ist durchzogen von Kanälen. Viele Lagunen verschaffen den Charakter einer  Seenlandschaft. Dieses Gebiet ist ideal für den Anbau von Reis, gleichzeitig aber auch Heimat oder Durchzugsgebiet zigtausender Wasservögel.
Sabine und Klaus zeigen uns am nächsten Tag die einsamen Strände und die tolle Umgebung. 
Einsame Strände so weit das Auge reicht


 Besonders hervorheben muss man den Strand  bei der Feriensiedlung  Eucaliptus bis hin zum Punta de la Banya. Hier gibt es kilometerweiten Strand. Es stehen zwar überall Schilder, für Wohnmobile verboten, doch es hält sich keiner daran und es wird auch toleriert.
Nach einem schönen gemütlichen Abend haben wir am nächsten Tag die Fahrräder im und am Wohmo verstaut und sind nach Horta de Sant Joan gefahren. Das Auto von Klaus haben wir an der Staustufe in der Nähe von Tortosa stehen lassen.
Fahrradtour


Wir fahren eine alte Bahnstrecke , die zum Fahrradweg „ Via Verde“ umfunktioniert wurde , quasi  nur abwärts zu Tal. Wenn man in die andere Richtung fährt, muss man immer stetig bergauf, Klaus hat aber für uns die leichtere Strecke ausgesucht.
Somit fahren wir ca. 30 Km immer leicht bergab in einer wunderschönen Landschaft, vorbei an alten und stillgelegten Bahnhöfen. Mit einigen Pausen , einer Weinverkostung  des Terra Alta Weines und Besichtigung des Kloster „La Fontcalda“ kommen wir dann am späten Nachmittag wieder an der Staustufe des Ebro an.


Wir hatten eine sehr schöne Fahrradtour , die ich jedem, der mal in der Nähe ist, empfehlen kann.
(Im Übrigen kann man das Haus von Sabine und Klaus auch mieten).





Pause muß sein

ohne Worte



Auch diesen Abend lassen wir dann nach einem schönen Essen gemütlich ausklingen. Wir müssen schon sagen , Sabine und Klaus haben sich dort in Riumar ein sehr schönes Domizil geschaffen und uns herzlich aufgenommen haben.

Samstag, 12. September 2015

Im Rentnerparadies angekommen !!!!!



Im Rentnerparadies angekommen !!!!!
Ich glaube nun sind wir im endgültigen Rentnerparadies angekommen, dazu später mehr.
Nach ca. 5000 Km ist es an der Zeit ein erstes Resümee zu ziehen.
Die Menschen in Spanien haben anscheinend wenig zu lachen, zumindest wenn wir in der Nähe waren .  Jedenfalls kam es uns leider häufig so vor. Oft haben wir Leute mit recht verkniffenen Gesichtern gesehen, nicht lächelnd oder gar mit zufriedenen Ausdruck. Zuerst dachten wir, es liegt an der Region, wie bei uns auch. Sind doch die Norddeutschen etwas zurückhaltender,  als die Menschen im Westen der  Republik . In den Dörfern oder an einsamen Stränden wurden wir fast  immer misstrauisch beäugt. So hatten wir oft das Gefühl nicht wirklich willkommen zu sein – schade.
Der „grüne„ Norden Spanien ist sicherlich ein zweite Reise wert und Galicien sollte näher erkundet werden.  Die Mitte von Spanien ist was für Hartgesottene und Leute die gerne in der Geschichte kramen.
Was auf jeden Fall einmal bemerkt werden muss ist, dass Busfahren in Spanien total günstig ist und die Busfahrer Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und geduldig sind (auch wenn er  -wie bei Heike einmal – den Fahrpreis ständig auf spanisch wiederholte und sich nicht aus der Ruhe bringen lies).
Was man darf und was nicht.
Die Mittelmeerküste ist leider von Pauschaltouristen und Rentnern (jaha, auch wir gehören dazu…) überfüllt und die Bausünden der 70 er und 80er machen es nicht besser. Die Strände sind um diese Zeit weitestgehend in der Hand  der Pensionäre/Rentner  und  anderen Appartementbesitzern, die sich ihr Urlaubsdomizil geschaffen haben. So wollen sie auch an den Stränden ihre Ruhe vor anderen Touristen. Fast überall ist das Einfahren für Wohnmobile untersagt oder es wird der Parkraum so gestaltet,  dass parken für größere Fahrzeuge unmöglich ist. 








Dort wo wir noch halten konnten, wurden wir geduldet, immer von der Polizei aufmerksam  beobachtet und von dieser auf „no camping“ aufmerksam gemacht. 
leider zu wenige einsame Strände
Dies geht  jedoch nicht nur ausländischen Wohnmobilfahrern so, auch den Einheimischen geht es nicht anders. Die Strände sind aber überall super sauber und mit Rettungsschwimmern besetzt -  und das ohne Kurtaxe. 




Peter im Rentnerparadies

Hier in Peniscola ist das Rentnerparadies besonders für Franzosen.  Der spanische Staat will nun auch die Renten der Ausländer besteuern, so dass viele ihren Wohnsitz in Spanien aufgeben werden. Das berichtete uns zumindest ein deutsches Ehepaar, das hier lebt. Diese werden wieder nach Deutschland übersiedeln, da eine Doppelbesteuerung der Rente für sie nicht zumutbar ist .
keine jungen Leute

Wir sind jedoch mit unserer Reise auf gar keinen Fall unzufrieden , denn wir haben sehr viel erlebt und werden hoffentlich auch noch einiges erleben.